© werbeagentur as1
© werbeagentur as1
Dieses Portal wird gesponsert von:

Die letzten Artikel in dieser Rubrik haben von Steuern gehandelt. Der heutige Beitrag ist steuerfrei! Zwar wurde mittlerweile die Steuerreform beschlossen, jedoch sind die ganz genauen Details zwischen den Regierungsparteien noch nicht endgültig ausgeschnapst, weshalb ich nähere Informationen noch abwarte und Ihnen dann an dieser Stelle über das Gesamtpaket berichten werde. Spannend wird es auf jeden Fall!

In der Zwischenzeit möchte ich auf ein weiteres wichtiges Thema aufmerksam machen: Die Vorsorge: Wer geht für mich zur Bank, wer sagt den Ärzten was zu tun ist, wer unterschreibt für mich bei Behörden, in der Nachbarschaftssitzung oder bei der Post, wenn ich selber nicht mehr „Herr meiner Sinne“ bin, dement oder einfach gesundheitlich nicht mehr in der Lage dazu bin? In einfachen Angelegenheiten kann das ein „naher Angehöriger“ sein, worunter Eltern, Kinder und Lebensgefährten (die seit drei Jahren im gleichen Haushalt leben) zu verstehen sind. In bedeutenderen Angelegenheiten (worunter auch alle wesentlichen medizinischen Entscheidungen verstanden werden) haben aber auch diese Personen kein Vertretungsrecht, sodass über das Bezirksgericht ein Sachwalter zu bestellen ist, der die Rechte der Person wahrnimmt. Somit ist gerichtliche Kontrolle gegeben und muss der Sachwalter diesem gegenüber Rechenschaft ablegen. Die andere Variante ist die Vorsorgevollmacht: Mit einer Vorsorgevollmacht kann man für den Fall des Verlustes der Geschäfts-, Urteils- und Einsichtsfähigkeit einen Bevollmächtigten (wenn auch immer man will) bestimmen, der anstelle eines vom Gericht bestellten Sachwalters vertreten soll. Der Vorsorge-Vollmachtgeber bestimmt selbst, in welchen Angelegenheiten er seine Interessen vertreten lassen will, so zum Beispiel im Umgang mit Ämtern und Behörden, in wichtigen medizinischen Fragen, der Bestimmung des Wohnsitzes, der Unterbringung, der Versorgung, Pflege und Behandlung, der Liegenschaftsverwaltung, in unternehmensrechtlichen Belangen sowie in allen vermögensrechtlichen Angelegenheiten und Bankgeschäften. Es ist auch möglich, mehrere Vollmachtnehmer mit allen oder einzelnen Aufgaben zu betrauen. Die Vorsorgevollmacht stellt somit die wichtigste Vorsorgemaßnahme zur Sicherung der Selbstbestimmung dar und kann die Bestellung eines Sachwalters vermeiden.

Die Vorsorgevollmacht wird erst dann wirksam, wenn mit einem ärztlichen Attest nachgewiesen wird, dass der Verlust der Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers eingetreten ist. Die Vorsorgevollmacht wird beim Notar errichtet und anschließend im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis (ÖZVV) registriert. Damit ist sichergestellt, dass die Vorsorgevollmacht im Vorsorgefall schnell und zuverlässig verwendet werden kann. Für genauere Informationen zur Vorsorgevollmacht stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Entweder telefonisch oder persönlich in meiner Kanzlei, auch zu den Sprechstunden am ersten Dienstag eines Monats im Gemeindeamt der Gemeinde Gitschtal (9.30 – 11.30 Uhr) und am zweiten Dienstag eines Monats im Gemeindeamt der Gemeinde St. Stefan im Gailtal (7.30 – 9.30 Uhr).

Ihr Notar Mag. Markus Traar