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Einen seltenen Besuch hatten wir die letzten Tage hier in Kärnten. Alle haben es bemerkt, die Region um Ferlach und Eisenkappel besonders.

Ein Starkwindband in gut 10 Kilometer Höhe ist im Alpenraum und hier besonders über Unterkärnten gelegen. Mit mehr als 300 Stundenkilometern ausgesprochen stark.

Am Boden bemerkt man zwar  von solchen enormen Windgeschwindigkeiten nicht viel. Ein Blick zum Himmel. Hohe Wolkenfelder ziehen außergewöhnlich rasch. Flugzeuge aus den USA kommend, bieten ein solcher Polarjet  eine gute Gelegenheit, um während des ganzen Fluges Kerosin zu sparen.

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Sturmböen gab es am heftigsten im Raume Rosental, also am Boden, zu spüren. Auch hier bei uns war es sehr ruppig. Jedoch mit dem Polarjet hatte das wieder nichts oder weniger zu tun.

Sogar Zivilschutzalarm wurde im Kärntner Unterland ausgerufen: das bedeutet: Geschlossene Schulen und Kindergärten, gesperrte Straßen, teilweise akute Lebensgefahr beim Verlassen des Hauses.

Die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)  warnt hier rechtzeitig für solche Sturm- bzw. Orkanereignisse.

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Der Föhnsturm, vor allem im südlichen Unterkärnten, erreichte uns mit unverminderter Heftigkeit. Wie stark dann eine Föhnströmung über die Alpen ist (in diesem Fall die Karawanken) hängt von einer Druckdifferenz ab. Ist diese positiv, das z.b. Ferlach den wesentlich tieferen Druck hat wie Laibach, so kommt es dann zum Südföhn.

Diese Mischung aus Druckdifferenz und mit den Ausläufern des Polarjet haben uns diese unruhigen letzten Tage beschert.

Ob nun ein Klimawandel auch zu Wetterkapriolen führt? Auf jeden Fall haben einzelne Wetterextreme mit regionalen Prozessen zu tun. Solche regionalen Wetterkapriolen sorgen für stark unterschiedliche Wettersituationen.

Als die “Fremen” früher Opa um das Wetter fragten: … “Oppa wie wird den det Wettter die nächsten Tage ? … kam die Antwort: … Schian! oder “bleibt´s lei Daham heinte” … “I spiar des im Urin” ! … Wie oft hat Opa damit  doch recht gehabt!

Früher, ja früher hat der Mensch noch das Wetter beobachtet und selbst Entscheidungen getroffen, bis dann die “Fremen” kamen!