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Rotwild massenhaft auf Futtersuche! … Ist wirklich nur der Hunger Schuld an der Flucht der Tiere ins Tal? … Die Behörde handelt auf Druck der Waldbesitzer.

Abscheuliche Bilder wie jene beim Jagd-Spektakel durch die Österreichischen Bundesforste (ÖBF) Anfang Dezember 2017 in Sachsenburg, welches selbst in Jägerkreisen massive Kritik und Unverständnis hervorrief, werden Tierfreunde noch lange in Erinnerung bleiben. Selbst Josef Pleßnitzer, Leiter des Hegeringes Sachsenburg, zeigte sich damals erschüttert ob der Intensität dieser Großjagden: “Ich bin mit Leib und Seele Jäger, aber das, was da betrieben worden ist, schockiert mich. Jagdlich bin ich anders erzogen worden.”
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Für großen Unmut sorgte im Zusammenhang mit diesen “außerordentlichen Maßnahmen” auch ein waidwund geschossenes Wild, das nach der jüngsten Bewegungsjagd im Hegering Lind gefunden wurde.” (Ebd.)

Leider werden sich die abstoßenden Bilder -zig erlegter Tiere vermutlich in Bälde wiederholen, denn die Behörde sah sich aufgrund einer “Unzahl von Rotwild” in speziellen Gebieten zur Erteilung von Abschussaufträgen gezwungen. Den Grund dafür nennt Landesjägermeister Ferdinand Gorton: “Das Wild ist auf Futtersuche. Wegen der Kälte und der gewaltigen Schneemassen halten sich die Tiere vermehrt in den Tälern auf.” (Zit. nach: Aschbacher, Elisabeth: Zu viel Wild: Abschussbefehl. In: Kronenzeitung, 28. 02. 2018, S 31)

Nachdem die Waldbesitzer trotz gut bestückter Futterquellen immer mehr über große Schäden an Bäumen klagen, “hat die Behörde in 30 Revieren allein im Bezirk Spittal beauftragt, ausschließlich männliches Rotwild (Hirsche) zu schießen und weibliche Tiere sowie Kälber zu schonen.” (Aschbacher, Kronenzeitung, ebd.)

Fernab zitierter Tatsachen sehen “andere” Experten nicht nur den Futtermangel als Grund dafür, dass das Wild ins Tal zieht. So meint der Spittaler Bezirkshauptmann Klaus Brandner, selbst ein begeisterter Waidmann, dazu: “Das Wild hat in den Wäldern nur noch wenige Ruhezonen, wo es überwintern kann. Die Tiere werden durch die vielen Aktivitäten der Menschen im Freien immer mehr zusammengedrängt. Dadurch entstehen die vielen Bissschäden.”  (Zit. nach: Aschbacher, Kronenzeitung, ebd.)

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Meine persönliche Meinung:
Mit Klaus Brandner wagt es zumindest eine einzige Person, das gegebene Problem auch von einer zweiten Seite zu sehen und seine diesbezüglichen Gedanken öffentlich kundzutun! Danke Herr Bezirkshauptmann für Ihren Weitblick und einen – zumindest für mich spürbaren – Funken Mitgefühl für die massenhaft abgeknallten, wehrlosen Tiere.

Trotzdem werden uns weitere Bilder im Stile der “Totaljagden von Sachsenburg” leider nicht erspart bleiben. Mir selber blutet das Herz dabei, vor allem dann, wenn ich jene  achtlosen Freizeitsportler vor mir sehe, die den Wald als willkommenes Mittel zum eigenen Vergnügens-Zweck und nicht Heimat unserer Wildtiere betrachten.

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“Was zählt schon mein Tierleben gegen die steigende Lust am Freizeit-Spaß und die damit erhofften Rekordgewinne im Tourismus?”

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