Österreichs Rohstoffe sind kein Müll, © EAK Austria
Dieses Portal wird gesponsert von:

Elektroaltgeräte kann man kostenlos in Altstoffsammelzentren und Recyclinghöfen abgeben. So wird Elektroschrott legal und umweltgerecht entsorgt. „Sammlerbrigaden“ die mit Flugblättern oder „Hausbesuchen“ auf sich aufmerksam machen und nachfragen, ob man ihnen die nicht mehr benötigten Sachen schenkt, arbeiten illegal.

Denn, was für den einen Schrott ist, ist für den anderen ein lukrativer Wertstoff. Die Geräte, aber auch z. B. Altautos, werden ausgeschlachtet, Altmetall & Co daraus weiterverkauft. Im Ausland werden diese dann oft unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen zerlegt und ob mit den austretenden Schadstoffen sachgemäß umgegangen wird, sei dahingestellt.

Begehrter „Schrott“. Immer wieder kommt es vor, dass Flugblätter auftauchen, in denen die kostenfreie Abholung von Elektroaltgeräten ab Haus beworben wird oder in denen Sammlertrupps ihre „Abholtermine“ ankündigen. Klingt nach einem praktischen Service, ist aber illegal. Manchmal statten diese Trupps auch ganz unverfroren den Altstoffsammelzentren Besuche ab und erkundigen sich, ob alte Elektrogeräte verfügbaren wären.

Illegale Sammler. „Für die Abfuhr dieser Abfälle sind ausschließlich die von den Gemeinden beauftragten Entsorgungsfirmen zuständig. Außerdem verfügen die Sammlerbrigaden meistens sowieso über keine Abfallsammler-Erlaubnis in Österreich und genau so landen wertvolle Sekundärrohstoffe, die sich in den ausrangierten Geräten befinden und in den heimischen Wiederverwertungskreislauf gelangen könnten, im Ausland“, informiert AWV-Geschäftsführer Ambros Jost. Zudem schlägt sich die illegale Ausfuhr auf die Arbeitsauslastung in den österreichischen Recyclingbetrieben nieder.

Wertstoff-Kreislauf-Beispiele. Ausgediente Kühlgeräte müssen aufgrund ihrer vielen und teils gefährlichen Bestandteile und Inhaltsstoffe (z. B. FCKW, Isolierschaum, Metallteile, Kunsstoff-Gehäuse, uvm.) sorgfältig und ganz speziell aufbereitet werden, um die wiederverwertbaren Stoffe in mehrstufigen Verfahren zu isolieren. Aus dem Isolierschaum kann dann z.B. ein Inhaltsstoff gewonnen werden, der sich in Leimen, Fliesenklebern, Öl- und Chemikalienbindemitteln wiederfindet. Eisen- und Nichteisenmetalle werden zur Weiterverarbeitung separat eingeschmolzen. Aus alten Geräten wie Computer, Radio und Co können z. B. die geschredderten Kunststoffgehäuse und herausgetrennten Metalle wiederverwertet werden. Nichteisenmetalle wie Kupfer, Gold oder Silber erleben dann beispielsweise in Schmuckstücken wie Ringen oder Ketten ihr funkelndes Revival.

Detaillierte Infos und weitere Beispiele auf: https://rundgehts.at/fractions/elektrogeraete

Tipp: Elektroaltgeräte richtig trennen

  •  Elektrogroßgeräte – Kanten länger größer 50 cm
  • Waschmaschinen, Geschirrspüler, Ceranfelder, Heizgeräte, …
  • Elektrokleingeräte – Kanten kürzer 50 cm
  • Radios, Toaster, Kaffeemaschinen, Mixer, PC-Maus, Handy, …
  • Bildschirmgeräte
  • Fernseher, Monitore, Notebooks, …
  • Kühlgeräte
  • Kühl- und Gefrierschränke, Tiefkühltruhen, Klimageräte, …
  • Gasentladungslampen
  • Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Quecksilber-Natriumdampflampen, …
  • Haushaltsbatterien
  • Gerätebatterien, Knopfbatterien, Akkus
  • Lithiumbatterien unbeschädigt und leichter als 500 Gramm
    • Batteriepole abkleben
    • Beschädigte Batterien in einen Klarsichtbeutel geben
  • Lithiumbatterien
  • Lithiumbatterien schwerer als als 500 Gramm
    • Beschädigte Lithiumbatterien (in Klarsichtbeutel geben)
  • Elektrogeräte mit eingebauten Lithium-Batterien
  • Akkuwerkzeuge, Tablets, Spielzeug, ..
  • Kann man den Lithium-Akku aus einem Elektroaltgerät leicht und ohne Werkzeug entfernen, bitte bereits getrennt voneinander abgeben.

 

Kontakt:
Abfallwirtschaftsverband Westkärnten
Tel.: 04282 / 2333 270
www.awvwestkaernten.at