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Haftstrafe im „trauten Heim“ … mit GPS-Fußfessel 8 Monate im eigenen Schloß „gefangen“ … welche Strafe für einen Grafen, der ein Leben voller rauschender Feste, Promi-Jagdgängen und Luxusreisen gewohnt ist! … nicht einmal seinen Zweitwohnsitz „Dalnadglar Castle“ in Schottland darf er besuchen … der Arme!!!!


Zur schillernden Person

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Privat:
Geboren am 07. 09. 1953 in Wien, voller Name Alfons Eduard Alexander Antonius Maria Andreas Hubertus Christoph Mensdorff-Pouilly)
Geschäftsmann, Lobbyist und Landwirt
Angehöriger der ehemals adeligen Familie Mensdorff-Pouilly
seit 16. Oktober 1994 mit der ehemaligen Politikerin und Bundesministerin a.D. Maria Rauch-Kallat (ÖVP) verheiratet … inzwischen Trennung

Beruflich:
Obmann des „Verbandes land- und forstwirtschaftlicher Gutsbetriebe im Burgenland“
betreibt für die kommerzielle Jagd auf seinem Anwesen in Luising im Burgenland eine Fasanen- und Entenzucht
gescheiterte Versuche mit: Straußenzucht, Wildkonserven-Verkauf in die USA, ebenso mit Wildbretpastete oder Dosensuppe
zahlreiche Unternehmen und Beteiligungen in Österreich und anderen europäischen Staaten, die sich nicht mit der Land- und Forstwirtschaft befassen
alleiniger Gesellschafter (September 2008) und früherer Geschäftsführer der „MPA Handelsgesellschaft m.b.H.“ in Wien, die als Handelsgesellschaft für Waren aller Art gegründet wurde, als deren Zweck aber Unternehmensberatung angegeben wird. Über die MPA geriet Mensdorff-Pouilly immer wieder in Verdacht, in Korruptionsaffären verstrickt zu sein. In den Medien wird er als Waffenlobbyist bezeichnet.

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Ermittlungen-Verurteilungen- Kontroversen
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.  BAE Systems
.  Saab-Gripen-Affäre
.  Eurofighter-Affäre
.  Siemens-Schmiergeldskandal
.  Telekom-Tetron-Affäre
.  OMV-Petrom
.  Verurteilung wegen Beweismittelfälschung
.  Drägerwerk

Zu den Fakten und Hintergründen:
„Graf Ali“ war Zweitangeklagter im Tetron-Prozess. Es ging um eine Millionen-Zahlung im Zuge der geplanten Errichtung eines bundesweiten Blaulichtfunksystems, die Mensdorff-Pouilly zu Unrecht kassiert haben soll. Im Dezember 2015 wurde der Lobbyist in erster Instanz zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Das Oberlandesgericht Wien kam Mensdorff-Pouilly im Berufungsverfahren entgegen. Die Strafe wurde auf zwei Jahre herabgesetzt, davon 16 Monate bedingt.
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Mehr ist dem Lieblingsfeindbild der Tierschützer nach der Tetron-Untreue-Affäre um den Blaulichtfunk nicht passiert. Am Donnerstag schenkte ein Berufungssenat des Oberlandesgerichts Wien (OLG) Mensdorff einen Großteil seiner Strafe. “Da ist doch einiges an Korrekturen vorzunehmen”, erklärte Richterin Natalia Frohner. Im Dezember 2015 war Mensdorff zu drei Jahren Haft verurteilt worden.
“Keine Ahnung, was drei Jahre Haft bedeuten. Ich bin noch nie so lang gesessen”, kommentierte er damals.

Schloßarest
… Muss er auch nicht. Die Strafe wurde nun auf zwei Jahre reduziert, wovon 16 Monate bedingt ausgesprochen wurden. Die verbleibenden acht Monate unbedingt kann Mensdorff (…) mit Fußfessel im elektronisch überwachten Hausarrest verbüßen, der in seinem Fall ein Schlossarrest wäre.
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Seine legendären Jagdgesellschaften mit Einladungen an Politiker und Unternehmer sind der Motor für die Lobbyinggeschäfte, für die sich schon lang die Justiz interessiert. Nach fünf Wochen U-Haft wurde er 2009 vom Vorwurf der Geldwäsche freigesprochen und lediglich wegen Vorlage eines gefälschten Beweismittels zu zwei Monaten auf Bewährung verurteilt. Den “Geruch dieses Verfahrens” werde er aber nicht mehr los, prophezeite der Richter damals.

Prompt wurde Mensdorff ein weiterer Prozess gemacht. Diesmal ging es um 1,1 Millionen Euro, die der damalige Telekom-Vorstand Rudolf Fischer dem Lobbyisten zuschanzte. Mensdorff sollte dem teilstaatlichen Konzern den Auftrag für den Blaulichtfunk Tetron sichern, der im – damals von Ernst Strasser geführten – Innenministerium ausgeschrieben wurde. Der laut Gutachten “amateurhafte” Einsatz Mensdorffs war die 1,1 Millionen laut Urteil nicht annähernd wert, deshalb wurde Fischer (…) wegen Untreue und Mensdorff als Beitragstäter verurteilt.

Kein Tag Haft

Es ist Fischers insgesamt dritte Verurteilung im Zusammenhang mit Korruptions- und Parteispendenaffären der Telekom in Millionenhöhe. Doch der Ex-Vorstand ist keinen einzigen Tag im Gefängnis gesessen. Er hat zwei Strafen im Hausarrest verbüßt. Am Donnerstag reduzierte das OLG auch seine Strafe deutlich, von einem Jahr Haft auf neun Monate, wovon sechs Monate bedingt ausgesprochen wurden. Die drei Monate unbedingt kann auch er wieder mit Fußfessel abdienen. Wobei es seinen Worten nach nicht lustig sei, mit Fußfessel daheim zu sitzen.

Der Berufungssenat begründete den Strafnachlass für Mensdorff vor allem mit der von ihm geleisteten Schadensgutmachung. Freilich war er zur Rückzahlung verurteilt worden, aber auch das gilt als strafmildernd. Dazu wirkt sich für ihn positiv aus, dass die Tat so lange zurückliegt und er sich seither “wohlverhalten” hat, wie das im Justizjargon heißt. Dass sich Mensdorff (im Gegensatz zu Fischer) selbst bereichert hat, wirkt sich erschwerend aus. Womöglich wäre sonst eine gänzlich bedingte Strafe herausgekommen.

“Es ist jetzt alles besser. Ich bin froh, dass es vorbei ist. Das wünsche ich meinen schlimmsten Feinden nicht, auch nicht Journalisten”.
So kommentierte Mensdorff das Ende des Tetron-Strafverfahrens und tätschelte einer ORF-Redakteurin die Hände.
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Nun gut … oder auch nicht.
Zu bedauern ist er natürlich schon, der arme Graf! Muss der gewiss verzweifelte und merklich gebrochene arme Kerl zur Strafe doch in einem Schloss verbringen, und nicht einmal jagen darf er, der … wie schon mehrfach erwähnte … ach so arme Graf.

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 „Was ist denn das bloß für ungerechter, knüppelharter Rechtsstaat? … wird er sich der … wie schon mehrfach erwähnte … ach so arme Graf, verzweifelt mit einer Havanna bei einem Glas Champagner hockend und auf einen 4K-Monitor seines Heimkinos starrend, fragen … gequält vom beißenden Schmerz der Fußfessel, in kaum erträglicher Einsamkeit schmorend und wahrscheinlich geschädigt für`s Leben, was den Verlust der gräflichen Ehre betrifft.

Die Moral der Geschicht, lieber kleiner Straßenbürger:
„Begehe ja keinen Ladendiebstahl nicht!“

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  denn dafür setzt es wahrscheinlich 15 Jahre Dunkelhaft …
… in Stein!

Köstliche Lektüre zum Thema:
„Ich bin nicht der Einstein der Korruption“
(Metzger, Ida: „Ich bin nicht der Einstein der Korruption“, Kurier, 20.  12. 2015)
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Kurzer Ausschnitt aus dem zitierten Kurier-Artikel:
“(…) In seinem Fertigteilschloss (er selbst nennt das Anwesen vor Gericht ‘Glumpert’ und schätzt es auf eine Million Euro) empfängt der Gutsherr seine Gäste in lockeren Lederhosen und Trachtensakko. Im Interieur dominiert der englische Landhausstil. Grüne Tapeten und üppige Vorhänge im Salon. Da ein ausgestopftes Murmeltier, dort Rothirsch- oder Gnu-Trophäen. Die Zähne des Wildschweins sind in silber gerahmt. Auf dem stillen Örtchen sammelt Mensdorff Trophäen aus seinem anderen Leben – wo er Millionengeschäfte als Berater anbahnt. Da hängt gerahmt die Einladung zum Korruptions-Clubbing der Grünen im Wiener Volksgarten. Vom Cover lachen Graf Ali, Grasser und Meischberger. Vis-à-vis hat er zahlreiche Karikaturen und Fotomontagen von sich selbst hinter Gittern montiert. Dieses Szenario ist nun keine Parodie mehr, sondern kann Realität werden.

„Läuft besser denn je“
Der Graf bewohnt im Schloss angeblich nur ein Zimmer. Der Rest dient dem nach wie vor florierenden Jagd-Business. ‘Ich selbst habe mit einem saftigen Rückgang gerechnet. Zur Unterstützung des Neids und der Missgunst kann ich nur sagen: Es läuft besser denn je’. ….”

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