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Der „ECHO“, „ein von der Deutschen Phono-Akademie, dem Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), von 1992 bis 2018 jährlich für die herausragendsten Leistungen nationaler und internationaler Künstler, Musikproduzenten und Partner vergebener Musikpreis“, ist bedauerliche Vergangenheit. Der Megaskandal rund um die zwei Rapper Farid Bang und Kollegah, die in der Kathegorie Hip-Hop/Urban National für Rekordverkäufe ihres Albums ‚Jung, brutal, gutaussehend 3’ ausgezeichnet wurden, lässt die Wogen innerhalb der Branche hochgehen. Schuld daran sind hetzerisch und anitisemitische einzustufende Textzeilen auf dem Album:

„Mein Körper (ist) definierter als von Auschwitzinsasse“’
„Mache wieder mal ’nen Holocaust, komm an mit dem Molotow“

Das Rap-Duo bei seiner Ankunft am Verleihungstag und -ort … Golden-Carpet-Time:
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Laut Mitteilung des BVMI habe man den Preis nach einer außerordentlichen Sitzung des Vorstandes abgeschafft, „die Marke Echo sei durch den Eklat (…) zu stark beschädigt worden. Die Empörung war groß. Mehrere Musiker gaben ihre Echo-Preise zurück – darunter Stardirigent Daniel Barenboim und Sänger Marius Müller-Westernhabgen. Kritik gab es auch, weil die Ehrung für die Rapper am 12. April war: dem Tag, an dem besonders in Israel an die sechs Millionen ermordeten Juden erinnert wird.“
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Kurz zu den Reaktionen auf den folgenschweren Skandal:
„Bei der Verleihung am 12. April 2018 erklärte der Sänger Campino, Provokation sei ein wichtiges Stilmittel; wenn diese aber frauenfeindlich, homophob, rechtsextrem oder antisemitisch sei, sei eine Grenze überschritten.

In der Folge wurde die Verleihung des Preises an Kollegah und Farid Bang und deren Auftritt bei der Verleihung von zahlreichen Medien, Künstlern und Politikern scharf kritisiert. Der jüdische Autor Oliver Polack schrieb: ‚Rapper wie Kollegah sind schuld, dass jüdische Jugendliche auf Schulhöfen Angst haben. Und so jemand bekommt einen Preis – am Holocaustgedenktag. Warum mir bei der Echo-Verleihung schlecht wurde.’ Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein erklärte, derartige Textstellen seien inakzeptabel. Sie ‚verletzten nicht nur Holocaustüberlebende, sondern auch ihre Familien. Das missbraucht die Kunstfreiheit. Es ist sehr problematisch, dass damit auch noch Hunderttausende junger Menschen erreicht werden.’ Ähnlich urteilte Außenminister Heiko Maas.

Peter Maffay, der die Echoverleihung nach dem Auftritt der beiden Rapper aus Protest mit einigen anderen Personen vorzeitig verlassen hatte, bezeichnete die Verleihung als ‚Ohrfeige für das demokratische Verständnis in unserem Land’; sie zeige ‚die Erosion in unserer Gesellschaft und im Musikgeschehen’ auf und sei Ausdruck einer ‚Mischung aus Dummheit, Feigheit und fachlicher Inkompetenz’.

Der Präsident des Deutschen Kulturrats, Christian Höppner, verließ aus Protest den Beirat des Echo-Musikpreises, ebenso der Präsident des Deutschen Musikrats, Martin Maria Krüger. Als Konsequenz kündigten der Safthersteller Voelkel und der Autohersteller Skoda ihren Rückzug als Sponsoren des Musikpreises an.

Die Plattenfirma Bertelsmann Music Group (BMG) nahm Kollegah und Farid Bang in Schutz und ließ verlauten:

‚Wir nehmen Künstler und künstlerische Freiheit ernst,
und wir sagen unseren Künstlern nicht,
was ihre Texte enthalten sollten und was nicht’.

Nach tagelanger negativer Berichterstattung teilte BMG nun mit, dass man die Zusammenarbeit mit den beiden Rappern ‚vorerst ruhen’ lasse.“
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Wie die für die Branche höchst peinliche Sache nun gelagert ist, drohen Kollegah und Farid Bang nun auch juristische Konsequenzen: „Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt jedenfalls wegen Volksverhetzung gegen die Rapper (…). Es seien zwei Strafanzeigen eingegangen. Nun werden die Liedtexte auf ihre strafrechtliche Relevanz überprüft. Dabei hört die Staatsanwaltschaft nicht nur die Songs des zuletzt erschienenen Albums ‚Jung, brutal gutaussehend”, sondern auch frühere Stücke der Gangster-Rapper.“
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Doch damit nicht genug. Wie kürzlich von der „Bild“ berichtet, wollen die beiden Skandal-Rapper nun auf Einladung des Internationalen Auschwitz-Komitees die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchen … ein Zeichen der Bereitschaft zur Wiedergutmachung? … oder aus Heuchelei?

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Soweit die Ereignisse rund um das unrühmliche Ende des Musikpreises Echo, welche Marius Müller-Westernhagen von einer „schrecklichen Entwicklung“ sowie „Verlogenheit der Branche“ und „Verrohung der Gesellschaft im digitalen Zeitalter“ sprechen lassen.
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Doch auch Andere machen sich Gedanken … ich zum Beispiel. Nach über 30 Jahren Tätigkeit als Komponist und Arrangeur bei einer großen Produktionsfirma darf ich von mir behaupten, über einen tiefen Einblick in bzw. profundes Wissen über die Sonn- und Schattenseiten der Musikbranche zu verfügen. Gerade deswegen erlaube ich mir einige grundlegende massive Kritikpunkte in Richtung Produzenten und der Echo-Verleihung selber.
Im Falle der zwei Rapper Farid Bang und Kollegah wimmelt es (meiner persönlichen Meinung zufolge) vor Heuchelei, Täuschung und Scheinheiligkeiten!

Laut Musikunternehmen Bertelsmann Music Group (BMG) …
… soll die Zusammenarbeit mit den beiden Musikern auf Eis gelegt werden: „Wir nehmen Künstler und künstlerische Freiheit ernst, und wir sagen unseren Künstlern nicht, was ihre Texte enthalten sollten und was nicht. (…) Zweifellos haben einige Songtexte auf JBG3 viele Menschen zutiefst verletzt. Andererseits waren viele Menschen ganz klar nicht so sehr verletzt, insofern, dass es zu einem der meistverkauften Alben des vergangenen Jahres in Deutschland wurde.”
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Platin in Deutschland – zudem Gold in Österreich und der Schweiz! – © https://www.facebook.com/kollegah/photos/a.681587315214405.1073741830.106951949344614/1836587323047726/?type=3&theater


In der Praxis der Musikproduktion …

… sehen die Abläufe standardmäßig anders aus! Im Vorfeld einer Produktion geht die hierfür zuständige Firma auf Titelsuche. Nicht selten werden anhand eines exakten Briefings bundesweit Texter und Komponisten kontaktiert. Die Bandmusiker selber steuern ebenso Titel bei. In darauffolgenden Meetings (Titelsitzungen) werden im Dabeisein der Interpreten aus einer Vielfalt bereits vorher ausgefilterter Beiträge gemeinsam mit den Verantwortlichen der Produktionsfirma jene Songs festgelegt, welche dann wirklich produziert werden sollen. Dabei ist sowohl den Musikern als auch der finanzierenden Produktionsfirma jeder Text mehr als bekannt. Jeder im Boot weiß, wovon gesungen und wohin gerudert wird. Darum scheint es mir heuchlerisch von BMG, erst jetzt – nach dem vollzogenen Skandal – Maßnahmen zu ergreifen bzw. Konsequenzen zu ziehen. Die Firma wußte genau, dass es sich hier um grenzwertiges Textierungsmaterial handelte.
Weit mehr: Unter Umständen sollten all die Provokationen bewusst den Grenzschritt zur Schamlosigkeit, Hetze und Antisemitismus erlauben, um umstritten, vieldiskutiert und somit mit bester Promotion ausgestattet zu sein. Die beste Werbung ist immer noch ein gestandener Skandal!
Notan bene: Es geht auch hier rein ums Geld, um Cash, you know?

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„Mit seinem neuen Text hat Farid im Studio für Aufsehen gesorgt.“ (Ebd.) – ©
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Doch nicht nur Musiker und Produktionsfirma …

… kannten die Song-Inhalte. Vor allem auch den Verantwortlichen des „Echo“ war von Beginn an bewusst, mit welchen musikalischen Kalibern man es zu tun hatte.
Zudem: Die Verleihung der begehrten Trophäen richtet sich in den meisten Kategorien nicht nur nach dem Ergebnis der Verkäufe am freien Markt, sondern auch „einer darauf folgenden Juryabstimmung. In strittigen Fällen wird ein Beirat angerufen. Im Fall des Rap-Albums hieß es vor der Verleihung, die künstlerische Freiheit sei in dem Text ‚nicht so wesentlich übertreten’, dass ein Ausschluss gerechtfertigt wäre.“
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Der Jury war also bekannt und bewusst, worüber Rapper Farid Bang und Kollegah sangen und wofür man sie im Vorfeld in die engere Wahl nahm, nominierte und schließlich auszeichnete. Beschämt und gleichermaßen betroffen blickt man nun zu Boden, dabei hätte man die beiden Rapper aufgrund der umstrittenen Textpassagen von Beginn an ablehnen müssen. Dass jetzt nicht Musikexperten, sondern die Staatsanwaltschaft feststellen muss, ob die „künstlerische Freiheit nicht so wesentlich übertreten“ wurde, mutet eigentlich schon blamabel an. Kein Wunder, dass mit Marius Müller-Westernhagen ein wahrer „Künstler“ meint, er “habe es satt!” Gemeint sind all die „Verlogenheit“ und „Verrohung“, die sich hinter dem Vorhang der Geldmaschinerie Musikbusiness breit und mächtig gemacht haben … schon seit Jahrzehnten.

In allem darf man sich ruhigen Gewissens dem Denken eines Peter Maffay anschließen, der die Preisverleihung an das Rap-Duo als „Mischung aus Dummheit, Feigheit und fachlicher Inkompetenz“ bezeichnet. Für mich persönlich liegen Schuld und Verantwortung nicht nur bei den Sängern selbst, sondern vor allem in den Reihen der Produktionsfirma/en und auch Echo-Zuständigen.

Ende gut, alles gut?
Den beiden Musikbotschaftern Farid Bang und Kollegah kommt vielleicht bei ihrem bevorstehenden Auschwitz-Besuch eine gewisse “Erleuchtung”: „Der Besuch soll demnach am 3. Juni stattfinden. Christoph Heubner, der geschäftsführende Vizepräsident des (Auschwitz, Anm.) – Komitees, hatte dieses Datum vorgeschlagen, da deutsche und polnische Jugendliche vor Ort sein werden, um den Mitarbeitern der Gedenkstätte auf dem Gelände zu helfen. (…) Der Besuch solle keine Show-Veranstaltung werden, so Heubner: ‚Es soll eine Ehrerbietung gegenüber den Opfern und den Überlebenden sein’.“
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In sozialen Netzwerken häuft sich indes die massive Kritik … nicht nur an der Musikbranche:
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Anne Wittenberg
„Jetzt wird ermittelt lächerlich. Diese Typen machen solche Texte nicht zum ersten Mal und haben dafür jetzt auch noch nen Preis bekommen. Trauriger finde ich, dass es Menschen gibt die sowas verteidigen und als Meinungsfreiheit oder künstlerische Freiheit beschreiben. Was geht ab bei euch? Diese Texte hören Kinder und viele dumme Menschen, die sich sowas zu Herzen nehmen. Mit Musik hat das rein gar nichts zu tun.“

Thomas Richter
„Kaputte Bananenrepublik Deutschland … Wann bitte ermittelt jemand gegen diese Merkel wegen z. B. Beihilfe zum Mord und und und????“

Carsten Olszewski
„Erst ein Echo und dann Volksverhetzung. Wasn das für’n Kack. Dieses Land ist dem Ende nah. Nur noch hirntote unterwegs.“

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