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Kommenden Sonntag geht es für den in unserer Heimat auffallend populären türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan um die vielzitierte „Wurst“: Entweder „Ende der Macht“ oder „Macht ohne Ende“! Das mit höchster Spannung erwartete Ergebnis der Türkei-Wahlen am Wochenende steht im Zenit des europäischen Interesses. Für uns „österreichisch-stämmige Österreicher“ eine Möglichkeit mehr, die innere Stimme der Austro-Türken  vernehmen zu können. Wie weltoffen, demokratisch, zukunftsorientiert, menschenrechtlich und  österreichisch denken sie?

Zu den Fakten …
Drei Viertel der drei Millionen wahlberechtigten Auslandstürken leben in fünf europäischen Ländern: Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien und Österreich. (Bei der Parlamentswahl im November 2015 schnitt die Erdogan-Partei AKP in diesen fünf Ländern deutlich besser ab als im Mutterland.)
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In Österreich leben zur Zeit ca. 100.000 wahlberechtigte türkische Staatsbürger. Viele von ihnen scheinen allerdings zwei verschiedene Ausprägungen des Heimatgedankens in sich zu tragen. Die den Herzen offenbar nähere trat kürzlich bei den Türkei-Wahlen zutage. Vergleichbar den nicht unbedingt friedenstiftenden, höchst umstrittenen Erdogan-Bekenntnissen der bundesdeutschen Team-Kicker Özil und Gündogan spricht auch die Wahlbeteiligung der Austro-Türken eine deutliche international verständliche Sprache:
Die Türkei hat eine Rekordbeteiligung unter Auslandstürken bei den vorgezogenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen gemeldet. (…) In Österreich lag die Wahlbeteiligung bei 51,8 Prozent, das entsprach 55.273 der 106.657 registrierten Wähler. Damit war die Beteiligung etwas höher als beim türkischen Verfassungsreferendum im April des vergangenen Jahres. Damals gaben 50,59 Prozent der in Österreich registrierten Wähler ihre Stimme ab.“
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Sultan Erdogan scheint also spezielle bei uns über eine besonders treue Fanfamilie zu verfügen. Sein Appelle, unter allen Umständen zu den Urnen zu gehen, wurden offenbar mehr als nur gehört und ernst genommen … auch trotz der nicht unerheblichen Probleme in der Vergangenheit: „Die Austrotürken gerieten in jüngster Zeit wegen Doppelstaatsbürgerschaften ins Visier der österreichischen Behörden, die in mehreren Fällen Verwaltungsverfahren einleiteten. Der Wahlbeteiligung fügte dies aber keinen Schaden zu.“
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Die “türkische Heimat“ im Herzen, provoziert die erstaunliche Beteiligung ihrer Träger aber auch die Frage nach der „anderen Heimat“ im kritischer gesinnten, nachdenklich gewordenen Österreicher. Welche Rolle nimmt unser “Heimatland” nun wirklich ein? Was stellen dann wir für jene dar, die sich, wenn es „um die Wurst geht“, für einen Diktatoren und Despoten und nicht für Frieden, Freiheit und Mitmenschlichkeit, wie wir sie in jeder Form als Lebensgrundlage pflegen und hegen, entscheiden? Sind wir denn nur dazu da, um zu „blechen“ … als soziale „Milchkühe“, die großzügigste allen ein Zuhause geben, die unsere gesellschaftliche Ordnung, Religion, unser Sittenbild und auch den lange erkämpften Rechtsstaat, völlig missachten und allen verzweifelten Integrationsversuchen von Sanft-Politik, falsch verstandener Toleranz und krankhaftem Gutmenschentum höchstens ein orientalisches Lächeln entgegenbringen?

Ist es nicht so?
Niemand von uns kann wissen und darum auch nur erahnen, was v. a. in den Ballungszentren (wie z. B. Wien) hinter den stummen Mauern von türkischen Schulen, Moscheen und Kindergärten tatsächlich passiert und schon passiert ist. Die jüngste Vergangenheit hat einen kleinen Spalt aufgemacht und bescheidene Blicke hinter diese zweifelbaren Vorhänge ermöglicht. Dies hat unübersehbar vor Augen geführt, dass viele Türken und restliche Ausländer über viele Jahre seelenruhig, von Politik und Gesellschaft ungestört, an einer Parallelgesellschaft und auch Parralleljustiz basteln durften. Schwer zu glauben, dass sich in den genannten Institutionen demokratische Haltung und die Offenheit einer modernen Gesellschaft fortpflanzen. Eher wohl ist es die Macht von politisch und fanatisch missbrauchter Religion und Sultanismus-Hörigkeit, welche selbst ohne Bitten ihres machttrunkenen Idols zu Zellen des politischen Islam heranwachsen lassen … gefüttert mit riesigen Mengen von Geld … unser aller Geld!

Welches Land nun für wen wirklich als „Heimat“ gefühlt und gelebt wird, ließe sich spielerisch leicht anhand eines Experiments dokumentieren: In dessen Sinn wünsche ich mir ein hochdotiertes Fußballspiel zwischen Deutschland und der Türkei auf Wiener Boden … im Hanappi-Stadion … mit Recep Erdogan und seiner kopf-betuchten Gattin Emine auf der Tribüne … direkt neben ihm: Ex-Bürgermeister Michael Häupl … und Angela Merkel, Deutschlands einzige „Mutti ohne Kinder“ (was verständlich macht, dass sich ihre waghalsigen „Alles rein!“- Parolen bis heute keinen Funken um die berechtigten Ängste von Millionen Eltern um die Zukunft ihrer Kinder scheren.)

Noch einmal kurz zurück zum Thema:
Grundsätzlich scheint ob der auffallend hohen Wahlbeteiligung der Austro-Türken eine Frage nicht unbegründet: Ob alle Türken in Österreich, die Erdogan zujubeln, im falschen Land leben! … So zumindest postet es H. C. Strache es auf Twitter.

Das Wahlergebnis wissen wir am Sonntag.

Man darf gespannt sein!

 

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