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Einmal mehr darf ich eine überaus unterhaltsame Gästeehrung im Haus „Franzl“ in Radlach vornehmen. Diesmal ist es die Familie Doris und Michael Göller aus Bamberg in Deutschland, der ich für ihre langjährige Steinfeld-Treue danken darf.

Das seit 39 Jahren verheiratete Ehepaar urlaubt seit inzwischen 40 Jahren bei uns, und so dauert es auch nicht lange, bis der karibisch braungebrannte Michael freiheraus zu plaudern beginnt: „Meine Frau und ich leben mit unserem Sohn im oberfränkischen Bamberg. Das ist eine 80.000-Einwohner-Stadt, die ca. 150 km von München entfernt ist und von den Folgen des Weltkriegs nahezu verschont blieb. In der Zeit nach dem Krieg  waren an die 10.000 Besatzungssoldaten hier, großgewachsene Amerikaner, die hatten reichlich Geld! Vielleicht ist das ein Grund für unsere in der Bundesliga so erfolgreichen, über 2 Meter langen, Basketballer. (lacht, Anm.). Übrigens: Bamberg ist Partner-Stadt von Villach!“

Michael erzählt aus seinem Berufsleben: „Ich selber bin gelernter Gas- und Wasserinstallateur, hab 1969 zu arbeiten begonnen und musste ca. 6 Jahre später, als die große Öl- und Baukrise kam, den Betrieb verlassen. Da wurden alle, die ledig waren, gekündigt, und so hab ich dann 1976 in Hallstadt bei der Firma Michelin einsteigen können. Insgesamt habe ich 48 Jahre und 3 Monate gedient, jetzt bin ich in Pension.“

Nun darf ich auch Gattin Doris etwas hinterfragen: „Ich war 20 Jahre Bekleidungsfertigerin und bin jetzt als Reinigungskraft tätig”, sagt sie.  “Als wir zum ersten Mal zu euch auf Urlaub gefahren sind, war ich gerade mal 20. Seitdem sind wir jedes Jahr mindestens einmal da. Und stell dir vor, unser Sohn, der war Steinfeld-Urlauber, ohne auf der Welt zu gewesen zu sein. Ich war nämlich damals als Schwangere hier!“

Keine Frage, die Familie Göller kennt unsere Heimat wie die Westentasche. Michael klärt mich auf: „35 Jahre lang waren wir bei der Familie Stotter, beim Hans, untergebracht, das war sozusagen unser ‚Basislager’. Von dort aus sind wir dann regelmäßig mit Bussen in der ganzen Region herumgegondelt, haben weite Ausflüge gemacht, nach Italien, Slowenien, in viele Teile Österreichs.“

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Familie Hopfgartner sen. und Hans Stotter mit Gattin in Vorfreude auf eine nette Feierstunde – © privat – iPad


„Und noch was: Die Stotter-Oma, die war immer unsere gute Fee, die hat über all die Jahre Nudel für die ganze Familie gemacht, und mit dem Hans hab ich Schnaps gebrannt … und natürlich nicht nur gebrannt!“

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Von der Stotter-Oma stets kulinarisch verwöhnt: die Familie Göller © privat – iPad

Seit 5 Jahren nun ist die Familie Hopfgartner das urlaubstechnische Zuhause. Die Göllers fühlen sich hier merklich wohl und plaudern gerne darüber, was sie an ihren Oberkärnten-Ferien so schätzen: „Es sind die vielen wunderbaren Freundschaften mit den Menschen bei euch“, meint Michael. „Hier ist einfach alles gut, perfekt: Die Leute, das Essen, Trinken, die Gegend … und vor allem der Weißensee! Der hat’s uns irgendwie angetan. Auch dort haben wir sehr viele Freunde.“ Gattin Doris fährt fort: „Beim Strandbad Knaller war unser Standplatz, von da aus konnten wir wunderbar unsere Urlaube planen und eure ganze Heimat genießen. Wir waren auch viel wandern, haben die Feldner Hütte, Comptonhütte und die Almen im Raum Sachsenburg besuchen dürfen.“

Und jetzt legt Michael los: „Ja, und nicht zu vergessen, der Moser Albert. Mensch, war das `ne tolle Zeit. Da haben wir von oben heruntergeguckt, und der Albert hat gelacht und gesagt: ‚Schau mal runter, da unten sind die reichen Bauern!’ … Und beim Rasdorfer waren wir auch viel, mit dem Kurt waren wir viel zusammen. Das war oft eine Riesengaudi!“

Die Familie Göller hat viel zu erzählen, und bei einem speziellen Thema scheint Michael nicht mehr zu halten zu sein: „Stellt euch mal alle vor: Wir im Kreis Bamberg haben über 200 Brauereien, allein in der Stadt 10! Jede Wirtschaft hat eine eigene Brauerei, da verdurstet niemand! Aber jetzt weg vom Bier: Ich will mich im Namen unserer Familie auch mal bei euch allen bedanken, bei der Familie Stotter und auch bei Familie Hopfgartner. Ihr gebt uns seit 4 Jahrzehnten ein tolles Quartier und 4 Generationen von euch haben uns als Urlauber erlebt. Von Herzen dankeschön! Nicht zuletzt auch dafür, dass ihr uns mehrmals in unserer Heimat besucht habt!“

Spätestens jetzt ist es auch für mich an der Zeit, den offiziellen Dank im Namen der Marktgemeinde auszusprechen und Michael und seiner Gattin zu gratulieren.

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Danke an Michael und Doris! © privat – iPad


Als ich gestehe: ‚Wir fühlen uns als Gastgeber geehrt’, merke ich, dass ich beinahe vergessen hätte, einen Teil der Geschenke zu überreichen: Die Rotweinflasche mit dem Wappen der Gemeinde. Michael zögert nicht lange, das Lebenselixier in Empfang zu nehmen.

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Hier ist es, unser flüssiges Prachtstück! © privat – iPad

Ein abschließendes “Vergeltsgott” an die Familien Hopfgartner und Stotter für ihre wunderbare Gastfreundschaft ist gleichzeitig der Übergang zum kulinarischen Teil der Feier. Gabi hat eine köstliche Jause vorbereitet und der weitere Verlauf der Ehrung macht für alle spürbar: Es war eine herzerfrischende Feierstunde, die uns in bester Erinnerung bleiben wird.

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Freunde über lange Zeit © privat – iPad

Gratulation nochmals den Geehrten … und ein „Danke“ für das Versprechen,
uns auch weiterhin als Gäste zu beehren.

 

QUELLE/KONTAKT: 

Walter Widemair
Josef-Fräß-Ehrfeldstr. 4
9754 Steinfeld

Telefonkontakt: 0650/2044 244

E-Mail: 22011958ww@gmx.at