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Geschätzte Trauerfamilie!
Vor allem aber:
Lieber Freund Erich!

Von Herzen gerne erlaube ich mir auf diesem Wege, einige persönliche Gedanken an dich zu richten. Nicht nur deine Lieben, deine Gattin, Kinder, Enkel, Eltern, Geschwister und Verwandten, sind in diesen Stunden von Trauer erfüllt. Es gibt auch einen Kreis von Freunden aus den Bereichen Musik und Unterhaltung, die dich gut kannten und schätzten und dir ein ehrliches Dankeschön entgegenbringen wollen.

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Für viele Musikbegeisterte war der „Heiner“ über lange Zeit ein Treffpunkt der Herzen, deine originellen Veranstaltungsideen (z. B. Harmonikatreffen) wurden zur Tradition und brachten Musikanten aus ganz Österreich einander näher. Du selbst warst der Motor für diese herzlichen Stelldicheins und standest merklich erfreut und zurecht stolz hinter deiner Theke, um mit allen gemeinsam das kunterbunte Musizieren zu genießen.

Auch zu anderen Anlässen war dir das Wohlergehen von Freunden und Kollegen, unabhängig von Alter und Herkunft, wichtig. Junge und Junggebliebene fanden in deinem Hause im Nu zueinander und tauschten sich aus. Für sie warst du aber nicht nur Gastwirt, sondern auch Berater und Fachmann in mehreren Bereichen. Als einer der sehr Frühen in unserer Region verfügtest du über profunde Kenntnisse hinsichtlich Computergrafik und Werbung und stelltest deine Hilfe allen bereitwillig zur Verfügung: Verlässlich, pünktlich und qualitätsorientiert. Dies war deine Triebfeder.

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Ein Meinungsaustausch mit dir war nicht bloß Wirtshausgerede. Oft genug konnte man erleben, wie du couragiert, aufrichtig und offenherzig deine persönliche Meinung vertreten hast und für eine Wertewelt eingetreten bist, die dir wichtig und richtig schien. Da kam auch immer wieder deine Wertschätzung von Tradition und Kultur trefflich zum Vorschein. Als Schütze standest du stolz in der heimatlichen Kompanie, um allen mit breiter Brust zu sagen: „Ich bin einer von euch. Das Brauchtum ist mir wichtig und ich bekenne mich dazu!“ Vereine durften immer wieder besondere Feierstunden bei euch verbringen und wurden großzügig unterstützt. Erst, als du aus gesundheitlichen Gründen den Betrieb schließen musstest, wurde vielen bewusst, was du mit Gattin Barbara und deiner Familie über Jahrzehnte für die Allgemeinheit geleistet hast und welcher Wert hinsichtlich einer mitmenschlichen Begegnung bei Gemütlich- und Geselligkeit verloren ging. Nicht zuletzt gebührt deinen Eltern, deren Lebenswerk du weiterführen durftest, ein großes Dankeschön!

Deine Vorliebe und Offenheit für Neues ging über die Heimatgrenzen hinaus und machte dich in den 90ger Jahren sogar zum Chef unseres Dolomitensextett-Fanclubs. Als solcher war es dir ein Anliegen, mit dem Anspruch auf professionelles Organisieren und Agieren einer coolen, musikbegeisterten Truppe voranzustehen und dich in den Dienst von Lebensfreude und Freizeitgestaltung zu stellen.

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Nicht nur mir hast du, lieber Erich, wertvolle Dienste als gestalterischer Berater erwiesen und dein Fachwissen und deine Zeit zur Verfügung gestellt. Es genügte ein Wort, und du warst zur Stelle, mit tollen Vorschlägen ausgestattet. Du hattest eben ein auffällig großes Talent und fühlbare Begeisterung für verschiedene Bereiche außerhalb deiner Berufswelt, und jeden liesest du daran teilnehmen, wenn er Rat und Tat von dir brauchte.

Was deine menschliche Art betrifft, haben deine Besonnenheit und eine wohltuende, innere Ruhe nach außen gestrahlt. Man nahm dich wahr als einen, der nicht jammerte oder sich über Dinge beklagte, die ihm Sorgen machten. All dies blieb zurecht Teil deines Inneren und rein persönlichen Denkens und Fühlens. Es kam auch nicht zum Vorschein, als die Krankheit von dir Besitz ergriff. Ich erinnere mich gut an einige Gespräche mit dir, welche von großer Hoffnung und ehrlichem Glauben an eine mögliche Heilung getragen waren. Tapfer hast du dich diesem übermächtigen Gegner zur Wehr gesetzt, voller Zuversicht und frei von Resignation bist du allem duldsam entgegengegangen, im Vertrauen auf die Möglichkeiten der Medizin, vielleicht in der stillen und bescheidenen Hoffnung auf ein Wunder.

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Die Menschen in Steinfeld und ein großer Kreis von Musikbegeisterten werden dich nicht nur als dienlichen Hausherrn in eurem schönen Gastlokal in Erinnerung behalten, sondern auch als bedachtsamen, uneigennützen und hilfsbereiten Weggefährten. Vor allem deine Lieben werden es sein, die dich in Dankbarkeit und Wertschätzung für immer in ihren Herzen aufbewahren werden. Ganz im Sinne des deutschen Arztes und Theologen Albert Schweitzer, der es einstmals so tiefsinnig auszudrückten vermochte:

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Ich schließe meine Gedanken mit einem weiteren Zitat:

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Lieber Erich!
Lebe wohl und ruhe in Frieden!


Von Herzen Walter.



QUELLE/KONTAKT:

Walter Widemair
Josef-Fräß-Ehrfeldstr. 4
9754 Steinfeld

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