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Voriges Woche – ich denke, es war Donnerstag – erhielt ich einen überraschenden Anruf: Gute Freunde aus meiner Osttiroler Zeit baten mich, zwei Tage später eine Benefizveranstaltung zu moderieren. Über deren genauen und sehr zu Herzen gehenden Zweck werde ich in den nächsten Tagen noch berichten.

Kurz, bevor ich die Bühne betrat, traf ich Gabi, die ehemalige Wirtin vom Debanter „Mühlenstüberl“. Diese meinte nach einem kurzen Plausch, rasch noch einmal nach Hause gehen zu müssen, um einen mit speziellen Gedanken versehenen Zettel, der ihr für mich passend schien, zu holen. Der Inhalt des Schreibens tät mich sicher interessieren. Als Gabi dann zurückkam, las ich mit Erstaunen:


„Gebet eines Pfarrers anno 1864“
 
Aufgegriffen non Christoph Wiedemaier, Außervillgraten 1896

 Herr, setze dem Überfluss Grenzen …
… und lass die Grenzen überflüssig werden!

 Nimm den Ehefrauen das letzte Wort …
… und erinnere die Ehemänner an ihr erstes!

 Gib den Regierenden ein besseres Deutsch …
… und den Deutschen eine bessere Regierung!

 Schenke uns und unseren Freunden mehr Wahrheit …
… und der Wahrheit mehr Freunde!

 Bessere solche Beamte, die wohl tätig, …
… aber nicht wohltätig sind!

 Lass, die rechtschaffen sind, …
… auch recht schaffen!

 Sorge dafür, dass alle in den Himmel kommen, …
… aber, wenn du willst, noch nicht gleich!

 Euer Pfarrer.

 

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Verehrter Herr Pfarrer!
Hochwürden!

Wer immer und wo immer Sie sind/waren, Ihre Gedanken sind zeitlos scharfsinnig und zutreffend. Von Herzen gerne will ich sie unseren Lesern zur Kenntnis bringen und gleichzeitig ein wenig zum Nachdenken anregen. Der ehemaligen Gastro-Chefin Gabi und ihrer Familie Achorner (inkl. Gerhard) aus Debant noch einmal liebe Grüße und Danke für die aufheiternde, priesterliche Betrachtung zur Adventszeit. Das Original des mir anvertrauenden Zettelchens werde ich als historisches Dokument gewiss beherzt hüten!


QUELLE/KONTAKT:

Walter Widemair
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