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29. November 2018 – 10 Uhr morgens … Gattendorf im Burgenland … im Zuge einer Treibjagd werden unzählige Fasane und Feldhasen von Jägern und Hunden zuerst aufgescheucht, dann über das offene Feld zu Tode getrieben, abgeknallt und auf zwei Jäger-Pick-ups „verladen“ … ein frevelhaftes Tiermorden, und das im Sinne österreichischer Jagdtradition? … in den Reihen des VGT (Verein gegen Tierfabriken) allerdings finden sich unbeirrbare Gegner dieses sinnlosen Tötens … die beherzten Tierschützer filmten das makabre Treiben

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Im Hintergrund mehrere Jäger, im Vordergrund ein Hund, der einen Feldhasen vor sich hertreibt. – © VGT
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Treibjagd am 29. November 2018 in Gattendorf (Burgenland). – © VGT
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Die toten Tiere zu zählen, war nicht möglich. „Es waren bestimmt mehrere Dutzende“, so ein Tierschützer des VGT, der an dem Tag mitfilmte. – © VGT
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Hier wird ein Teil der toten Tiere aufgeknüpft, der andere Teil auf der Ladeplattform des PickUps gestapelt. Zwei Autos sollen an dem tag im Einsatz gewesen sein und zumindest zweimal be- und entladen worden sein. – © VGT

Um das Dokumentieren seitens der VGT-Aktivisten zu verhindern, ließ die Bezirkshauptmannschaft sogar die öffentliche Straße sperren. Den Tierschützern gelang es trotzdem, das Treiben auf offenem Feld zu filmen und via YouTube zu veröffentlichen:
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Nicht unbedingt zur Freude der Jäger. Diese kritisierten, die Tierschützer „seien ‚militant’ und die Jäger Opfer. ‚Stimmt nicht!’, sagt VGT-Obmann DDr. Martin Balluch und fragt in einer Aussendung, wer nun ‚militant’ sei. Menschen, denen es Spaß macht Tiere zu treiben und zu erschießen oder diejnigen, die das dokumentieren.“ 
Link zur  Quelle

“Militant heißt üblicherweise gewalttätig.
Ist man gewalttätig, wenn man völlig passiv und still
von einer öffentlichen Straße aus eine Treibjagd filmt?”

… so Martin Balluch. (Zit. in ebd.)

In der Frage, ob Treibjagden Tiermord oder nachhaltige Bejagung darstellen, widersprechen einander die Meinungen völlig. Jägerverbände vertreten offenbar die Meinung, es handle sich dabei um ein sinnvolles Mittel für Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz (…)“ (Zit. in ebd.)

„(…) Jagdgegner sehen das naturgemäß anders. ‚Leute, die in Massentierhaltung gezüchtete Tiere aussetzen und abknallen, und dabei wahre Blutbäder anrichten’ sind ‚vollkommen unfähig, auch nur ein kleines bisschen Mitgefühl zu empfinden’, heißt es von Tierschützer Balluch. Er bezieht sich damit auf die Gatterjagd. Bei der Gatterjagd werden extra dafür gezüchtete Tiere in einem umzäunten Gelände zu Tode getrieben und erschossen.“

“Das ist eine schwere Persönlichkeitsstörung,
die eigentlich medizinisch behandelt gehört”
… schließt Balluch ab. (Zit. in ebd.)

In den Augen des oberösterreichischen Landersjagdverbandes sei „so eine Treibjagd nichts Ungewöhnliches für ein Wildtier ist, da die Tiere eine natürlichen Fluchtinstikt haben. Tatsache sei weiter, dass die nachhaltige Bejagung so erfolgt, dass nur einmal im Jahr ein Gebiet von Jägern und Treibern durchstreift wird und danach wieder Ruhe herrscht.” (Zit. in Ebd.)

Ich persönlich verabscheue diese Art von „Jagd“, weil sie nur noch sinnloses, abscheuliches Töten ist. Darum werde ich nicht müde, die bewundernswerten Aktivisten des VGT so gut wie möglich zu unterstützen und ihnen zu helfen, die Öffentlichkeit über Tierquälerei und Jagdfrevel, wie er hier zweifelsfrei vorliegt, zu informieren.

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Gegen diese Jägerschaft in Gattendorf werden schwere Vorwürfe erhoben – die Bezirksjägerschaft weist diese jedoch entschieden zurück. – © VGT

Links zu weiterer Information:

VGT dokumentiert Treibjagd auf Suchtfasane in gattender, Nordburgenland

Gattendorf: Nächste Anzeige gegen Jägerschaft

Gattendorf: Jäger schlägt Aktivistin

GattendorfNickelsdorf: Jäger im Clinch mit VGT-Tierschützern

 

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