© Pixabay – Montage: Walter Widemair
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10 wunderbare Medaillen für grandiose rot-weiß-rote Leistungen … 200.000 begeisterte Besucher … unbezahlbare weltweite Werbung für die Region und das Land … die glorreiche WM der Nordischen in Seefeld ist Vergangenheit! An sie wird man sich lange erinnern. Nicht nur wegen des kaiserlichen Wetters, sondern auch aufgrund der schamhaften Dopingskandale der ÖSV-Athleten Max Hauke und Dominik Baldauf.

 „Die beiden bösen Buben Hauke und Baldauf, die mit zwei Esten und einem Kasachen in Innsbruck in Haft saßen, wurden gestern wieder enthaftet. Sie haben Doping mit Eigenblut in den Verhören gestanden Ein Verfahren wartet. Nicht wegen Doping, sondern Sport-Betrug. Maximales Strafausmaß: drei Jahre.“ (Sport in Angst vor Doping-Lawine. In: Kronenzeitung, 01. 03. 2019, S. 24 f.)

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ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel, der den Verband und auch die Trainer außerstande sieht, seine Schäfchen 24 Stunden am Tag im Visier haben zu können, sagt es kurz und bündig: „Die Dummheit der beiden Buam gehört gesetzlich verboten.“

Und so liest man in der Tagespressse von
„Langlauf-Trottel“ …
„Charakterliche Defizite
(Jeannée) dieser Idioten“ …
(ÖSV-Sportdirektor Pumm, zit. in: Sport in Angst vor Doping-Lawine. In: Kronenzeitung, 01. 03. 2019, S. 24 f.)
„Ersterer sogar in flagranti, also noch mit der Spritze im gierigen Fleisch ….“
(Jeannée, Michael: Lieber Markus Gandler. In: Kronenzeitung/Post von Jeannée, 01. 03. 2019, S. 24)

Nach Turin 2006 (Biathlon, Langlauf) und Sotschi 2014 (Johannes Dürr) liefert Seefeld mit seinem Langlauf- Skandal 2019 bereits die dritte ÖVS-Blamage. Zu den verächtlichen Vorgangsweisen und ihrem „Nutzen“ sagt der bekannte Sportmediziner Univ. Prof. Dr. Norbert Bachl grundsätzlich:
„Wer Blutdoping als harmloses Spielchen betrachtet, liegt völlig falsch: ‚Zuerst wird dem Sportler eine gewisse Menge Blut abgezapft, um daraus ein Konzentrat von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) herzustellen. Man lagert es dann in einer Blubank. Der Organismus bildet die Zellen nach, das Blutbild wird wieder normal. Vor dem Wettkampf wird das Konzentrat speziell aufbereitet und dem Athleten mittels Infusion verabreicht. Er verfügt dadurch nun über mehr rote Blutkörperchen und hat dadurch auch mehr Sauerstoff in den Muskeln, was zu einer klaren Leistungssteigerung führt.’ (…) Die Leistung verbessert sich durch diese Gaunerei Im Schnitt um 3 Prozent. Das klingt auf den ersten Blick nicht viel. Tatsächlich aber ist der Effekt enorm: Wer zum beispiel für seinen Bewerb 60 Minuten brauchen würde, ist nun um 3 bis 5 Minuten schneller. Das zahlt sich in jedem Fall aus …“ (Zit. in: Sie wissen, was sie tun. In: Kronenzeitung, 01. 03. 2019, Ebd.)

Auch unser nördlicher Nachbar …
… Deutschland zeigt sich über einen wahren Krimi erschüttert. Dort wurde zeitgleich „der 40-jährige Sportarzt Markus Schmidt in Erfurt verhaftet. In seiner Praxis. (…) Der Sportarzt steht nun des allerersten Verfahrens wegen Blutdoping in Deutschland. Gegen ihn wird wegen bandenmäßigen und gewerbsmäßigen Dopings ermittelt. Mit harten Sanktionen: Bis zu zehn Jahre Haft sieht das deutsche Gesetz vor, wie die Staatsanwaltschaft München bestätigte.“ (Sport in Angst vor Doping-Lawine. In: Kronenzeitung, 01. 03. 2019, ebd.)

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Zurück in die Alpenrepublik, …
… wo ÖSV-Langlauf-Boss Markus Gandler unmissverständliche Andeutungen macht: „Das ist eine politische Sache. (…) Das ist die Spitze des Eisberges. Was in Deutschland aufgebaut wurde, ist nicht nur für die fünf Athleten. Da stehen mächtige Leute dahinter.“ (Zit. in: „Ja, ich habe es verbockt.“ In: Kronenzeitung, ebd.)

Die Schockwelle „Doping“ …
… erfasst nun auch andere Sportarten. Der Tiroler Radprofi Stefan Denifl legte kürzlich eine Dopingbeichte ab, auch seinen Kollegen Georg Preidler scheinen nach schlaflosen Nächten der Angst, aufzufliegen, die Nerven verlassen zu haben. Er soll sich vor wenigen Tagen bei der Staatsanwaltschaft Graz selbst angezeigt haben. Vom verbrecherischen Prozedere weiß Priedler wie folgt zu berichten: „(…) Diese Leute kommen auf einen zu, suchen dich aus. (…) Du hast immer Leistungsdruck, fährst um Verträge und hast Sorgen um den Job. Und dann hörst du, dass es ohnehin viele machen. Irgendwann fällt die Hemmschwelle weg. Diese Ärzte geben dir die Sicherheit, dass du nie auffliegst. (…) Du trainierst Tag für Tag, bist aber nie vorne. Irgendwann willst du mehr. Das Blutdoping ist auch nicht viel Aufwand. Sie kommen zu dir und ziehen das durch. (…) Ich weiß aber keine Namen von anderen Athleten. Ich kann mir aber vorstellen, dass es ein internationales Erdbeben geben wird.“ (Kothgasser, Christoph: „Das war der größte Fehler meines Lebens.“ In: Kronenzeitung, 04. 03. 2019, S. 54)

Was die Gier nach Erfolg …
… und somit Geld noch alles an Sumpf ans Tageslicht befördern wird, werden die nächsten Monate zeigen. Kronzeugen, die Namen von Drahtziehern nennen, werden gesucht und mit bis zu zwei Tagen weniger Haft geködert. Welch „mächtige Leute“ (Zitat. Markus Gandler) – auch aus der Politik – wirklich dahinterstecken, wird nicht gar so einfach zu erfahren sein. Immerhin geht es hier um Netzwerke mit Praktiken wie bei der Mafia. Und dort weiß man, wie man mit Verrätern umzugehen hat.

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Für mich persönlich …
… scheinen Spitzensportler nur begrenzt kontrollierbar. Ex-Trainer Markus Gandler hat dies bei seinem abschließenden WM-Interview am gestrigen “Sport am Sonntag” relativ glaublich zum Ausdruck gebracht. Ob es die Wahrheit ist, können nur jene sagen, die Teil der Maschinerie sind. Eines scheint klar:  Die Sehnsucht nach sportlichem Erfolg und der lüsterne Drang, ihn samt aller „Methoden“ zu realisieren, produzieren offenbar mehr Dummheit und Unverschämtheit, als einem erwachsenen Wesen zuzutrauen ist. Dass man bereits Kindern im Leistungssport heimlich leistungssteigernde „Sachen“ in die Nahrung hineinmixt, weiß ich von einem Freund, der diesbezüglich Informationen hat und somit aus Erfahrung spricht.

Und:
Max Hauke und Dominik Baldauf sind Polizeisportler (!!!) und beweisen mit ihrem verbrecherischen Tun, dass man nicht einmal den Hütern der Gesetze unumschränkt vertrauen kann. Höchst traurig, aber wahr!

QUELLE/KONTAKT:

Walter Widemair
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