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Heute, am 12. Oktober 2019, wird einer der erfolgreichsten und populärsten Schlagersänger aller Zeiten zu Grabe getragen: Karel Gott, die „Goldene Stimme aus Prag“. Die ganze Welt verneigt sich vor einem großartigen Sänger und wunderbaren Menschen und spiegelt eine Karriere wider, die sich unauslöschlich in der Musikgeschichte verankern wird.

Karel Gott begann seinen künstlerischen Weg im Jahre 1958 als Sänger in Prager Tanzcafés und studierte anschließend drei Jahre lang Gesang am Konservatorium. Allemal lange genug, um seiner unnachahmlichen Stimme jenen klassischen Unterbau, Schmelz und Glanz zu verleihen, der bis heute unerreicht in der deutschsprachigen Schlagermusik geblieben ist und über viele Jahrzehnte ein Millionenpublikum begeisterte.

Ich selber …
… hatte die Ehre und das Vergnügen, Karel Gott im Zuge von mehreren gemeinsamen TV-Auftritten in den 90ger Jahren persönlich kennenzulernen. Alle staunten wir darüber, wie selbstlos, bescheiden und zufrieden dieser berühmte Künstler sich in die Reihen der Kollegen einfügte, jedem gerne Rede und Antwort stand und herzlich Einblick in sein Leben gab.

Als man mir nach dem Jahrtausendwechsel seitens Koch-Universal die Möglichkeit eröffnete, ein Duett für Karell Gott gemeinsam mit Monika Martin zu komponieren, stand eine der größten Herausforderungen meiner Komponistenzeit vor mir. Ich setzte mich hin und begann, Melodiebögen zu schreiben, die dem tschechischen Ausnahmesänger auf den Leib geschneidert sein sollten: Mit ruhigen Tonfolgen im Vers und sich steigernden Läufen und langen, pulsierenden Noten im Refrain, schließlich einem Höhepunkt an dessen Ende, der sämtliche Stärken des Künstlers, seine perfekte Stimmtechnik und sein vielfärbiges Gestaltungsgefühl, hör- und spürbar machen sollte. Natürlich alles im harmonischen Miteinander mit der Grazerin Monika Martin, die zu diesem Zeitpunkt wohl am Höhepunkt ihrer Karriere stand.

Ich sandte meine fertige Musik, für die es noch keinen Text gab, auf „la-la“ gesungen meiner von mir über alles verehrten (leider ebenso kürzlich verstorbenen) Wortekünstlerin Irma Holder zu. Diese erdachte dann jenen Teil des Duetts, der inhaltlich und von Längen und Kürzen, Spannung und Entspannung her, wie ein einziger Guss zur Musik passte und von dem man regelrecht eingewickelt wurde. „Lass die Träume nicht verloren gehn“ … es zog mir beim ersten Anhören die Gänsehaut hoch.

Beide Sänger bekamen nun ein Demonstrationsband vom fertigen Titel, sodass man sich bereits wenige Wochen später bei uns im Debanter Studio zur Aufnahme treffen konnte.

“Ist es okay für dich, wenn ich diese Zeile so gestalte?“ Karel Gott kurz vor dem Einsingen – © Privat

Unfassbar, mit welcher stimmlichen Sicherheit sich Karel nun ins Zeug legte, wie er die Melodiebögen ausgestaltete und Übergänge formte … man musste fasziniert sein von diesem Menschen und Sänger. Nicht nur dessen musikalische Ausführung war es, die brillierte, sondern auch die menschliche Bereitschaft, den Song in gemeinsamer Reflexion, bestgemeinten Ratschlägen und stets humorvollem, respektvollen Miteinander auf Band zu bringen. Am Ende durften wir alle sehr zufrieden sein und uns in weiterer Folge nicht nur über herzerfrischende Gespräche, sondern vor allem über eine sehr erfolgreiche TV-Präsenz und viele Hitparadenplatzierungen freuen.


„Lass die Träume nie verloren gehn“


Auch für Monika Martin war das Duett ein Höhepunkt ihres Schaffens. Ihr wurde  eine Ehre zuteil, in welche sie sich allzu gerne versinken ließ und dadurch auch ihrerseits zu einer gesanglichen Meisterleistung fand.

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„Stell dir vor, du hast drei Wünsche frei, …“ – © Privat

Heute …
… trägt mich die Erinnerung an all das meilenweit fort, aber sie stimmt mich rundum dankbar und macht mich, vor allem ob der lebendigen Freundschaft mit Karel Gott, stolz im hintersten Fleck meines Herzen.

Lieber Karel!
Ich verneige mich vor dir und deiner großartigen Musik, deinen wunderbaren Melodien und deinem mutigen Charakter. Ich danke dir für unsere unvergesslich angenehme, wertschätzende Begegnung, für deine herzliche, offene Art, deine Selbstlosigkeit und deinen spitzbübischen Charme. Vor allem aber für Jahrzehnte voller Hits, die sich nicht zuletzt mit dem Megahit „Biene Maja“ bis heute tief selbst in den Herzen von Kindern niedergelassen haben.

Karel, du warst und bleibst einer der Größten
und hast unser aller Leben bereichert.

Ruhe in Frieden und leb wohl!

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Der Ausnahmekünstler im Jahre 2002 © Copyrighted free use –
https://de.wikipedia.org/wiki/Karel_Gott#/media/Datei:Kg-foto11.jpg


Mehr über das Leben und die Karriere von Karel Gott hier: 

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Walter Widemair
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